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06.10.2014 | Unternehmen aus Sauerland, Siegerland und Wittgenstein spenden für elf Wohnhäuser in Landstrich Nicaraguas

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(v.l.n.r.) Josef Lumme (Vorsitzender der "arge - Wohnungsunternehmen Sauerland und Siegerland"), Winfried Clever (DESWOS), Dr. Daniel Ranker (Vorstandsmitglied des VdW Rheinland Westfalen), Folker Naumann (Vorsitzender der argêwo).
Foto: Westfalenpost, Josef Schmidt
16.09.2014: Die „Arbeitsgemeinschaft der ehemals gemeinnützigen Siegerländer Wohnungsunternehmen (argêwo)“ und die „arge – Wohnungsunternehmen Sauerland und Wittgenstein“ unterstützen den Bau von elf neuen Häusern im Siedlungsprojekt San Rafal del Norte in Nicaragua. Sie stellen dafür einen Betrag von 19.700,00 € Euro bereit.

„Nach dem Spendenaufruf des VdW Rheinland Westfalen haben die Vorstände der Unternehmen schnell den Entschluss gefasst, das Projekt, das auf die Selbsthilfe der Betroffenen setzt, zu unterstützen. Schließlich ist Selbsthilfe auch eine Leitidee der Wohnungsgenossenschaften“, sagte Folker Naumann, Vorsitzender der argêwo, anlässlich der Weitergabe des Schecks an Dr. Daniel Ranker, Vorstandsmitglied des VdW Rheinland Westfalen, und Winfried Clever, Vertreter der DESWOS.

Dr. Daniel Ranker sagte anlässlich der Überreichung der großzügigen Spende: „Die Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften, die in unserem Verband vereint sind, verbinden soziale, ökonomische und ökologische Zielsetzungen. Dass sich die Kollegen aus dem Sauerland, Siegerland und Wittgenstein nun in einem solchen Maß für bedürftige Menschen in Nicaragua einsetzen, erfüllt uns mit Stolz. Denn diese besondere Spendenbereitschaft der beiden Arbeitsgemeinschaften zeigt, woher die Branche kommt und wie sie auch heute denkt.“

In der „argêwo“ (www.argewo.de) und der „arge“ organisieren sich sechzehn ehemals gemeinnützige Wohnungsunternehmen der Region. Leitmotiv der Zusammenarbeit ist es, den Mietern sicheren und bezahlbaren Wohnraum anzubieten.

Die DESWOS hat sich zum Ziel gesetzt, den Bau von 60 Häusern mit jeweils 1.850,-- Euro Spendenanteil für Baumaterial und Arbeitskräfte im Bergland Nicaraguas mit zu finanzieren. Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) fördert das Objekt mit 75 % der Baukosten.

Die künftigen Hauseigentümer sind kleinbäuerliche Familien, die mit dem Anbau von Yucca, Mais, Bohnen und Zitrusfrüchten überleben. Sie wohnen  in einer erdbebengefährdeten Region und sind zudem extremen Regenfällen und starken Winden aus der Karibik ausgesetzt. Sie leben derzeit in einfachsten Hütten aus Lehm, Wellblech und Plastik. Die bereitgestellten Mittel reichen für den Bau eines rd. 53 m² großen Hauses nur deshalb aus, weil die künftigen Hausbewohner eine kräftige „Muskelhypothek“ leisten wollen.

„Wir sind sicher, dass unsere Kunden Verständnis dafür haben, dass in diesem Jahr die üblichen kleinen Weihnachtspräsente ausbleiben, weil die Unterstützung dieses nachhaltigen Wohnungsbauprojekts  so „gegenfinanziert“ werden kann“, waren sich die Geschäftsführer der Unternehmen bei der Zusage der Unterstützung einig.
Die Mitgliedsunternehmen des VdW Rheinland Westfalen sammeln weiter für San Rafael del Norte: Bis zum Frühjahr 2015 soll die Gesamt-Spendensumme bekanntgegeben werden, die für DESWOS und die Menschen in Nicaragua bereitgestellt werden kann.