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GdW unterstützt Kampagne für behinderte Menschen in Indien mit 20.000 Euro

Menschenwürdiges Wohnen für Menschen mit Behinderung


Berlin, 3.12.2011 - Zum „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember fördert der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ein Projekt des behindertenfreundlichen Ausbaus von Häusern für besonders bedürftige Familien in Idukki, Südindien.

Dafür stellt der GdW der DESWOS e.V. eine Spende von 20.000 Euro zur Verfügung.

„Mit dieser Spende unterstützen wir eine Kampagne der DESWOS und ihres Schirmherrn Ulrich Wickert für behinderte Menschen. Wir wollen uns gezielt für verbesserte Lebensbedingungen und die Inklusion der am meisten benachteiligten Menschen in Indien einsetzen“, unterstreicht GdW-Präsident Axel Gedaschko das Engagement des Bundesverbandes. „Wir gehen damit unseren Mitgliedsunternehmen voran, die sich ebenfalls mit Spenden engagieren.“

80 Prozent der Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern. Menschen die in Armut leben, vor allem Frauen und Kinder, sind am stärksten von Behinderungen betroffen. Über 90 % der behinderten Menschen in Entwicklungsländern besuchen keine Schule und können sich so nicht durch Bildung aus der Armut befreien. Diese Zahlen von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank verdeutlichen die Situation von Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern: Behinderung ist eine Ursache für Armut und gleichzeitig verhindert die Armut eine Rehabilitation.[1]

Behinderten Menschen ein möglichst eigenständiges, menschenwürdiges Leben ermöglichen – das ist das Ziel des DESWOS-Projektes im Idukki Distrikt, im indischen Bundesstaat Kerala. Die DESWOS aus Köln ist seit mehr als 40 Jahren die Entwicklungshilfeorganisation der Wohnungswirtschaft. Für über sechzig Familien in 15 verschiedenen Dörfern will die DESWOS, in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Santhigiri Rehabilitation Institute (SRI), behindertengerechte Häuser bauen.

Die meisten dieser Familien leben in zerfallenden Hütten oder Rohbauten ohne sichere Wasserversor­gung oder Sanitäranlagen. Die behinderten Menschen können sich bisher kaum außerhalb ihrer Häuser bewegen. Enge Eingänge, Stufen und hohe Türschwellen sind unüberwindliche Barrieren. Viele müssen zum Waschplatz oder den Latrinen getragen werden.

Die DESWOS geht mit einfachen baulichen Maßnahmen und praktischen Alltagshilfen gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen ein, zum Beispiel durch:

 Behindertenfreundlichen Ausbau, Umbau oder Neubau der Unterkünfte

  • Ausstattung mit Handläufen, Haltegriffen und Rampen für Rollstühle
  • Bau behindertengerechter Waschräume und Toiletten innerhalb der Häuser
  • Aufbau und Einrichtung einer Werkstatt für barrierefreies Bauen
  • Zur Heimarbeit geeignete Einkommen schaffende Maßnahmen, z.B. Computerdienstleistungen, Papierverarbeitung, Lebens­mittelverarbei­tung, Textilveredelung


[1] Weltbehindertenreport der WHO und der Weltbank vom Juni 2011