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Nicaragua | Integrierte Gemeindeentwicklung - Lebensraum San Marcos


Diese Familie lebt in drei Generationen in der einfachen Lehmhütte auf engstem Raum.
Foto: SofoNic

San Marcos ist ein Dorf mit 3.352 Einwohnern im Landkreis San Rafael del Norte, im Distrikt Jinotega. Von 573 Häusern im Ort sind 416 in einem sehr schlechten Zustand. Viele sind stark überbelegt. Sie haben extrem kleine Grundrisse, weil sich die Familien keine größeren Unterkünfte bauen konnten. Viele Häuser liegen in Gefahrenzonen. In den Regenzeiten drohen Überschwemmungen und abrutschende Hänge.

65 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos oder unterbeschäftigt. Die Menschen arbeiten vorwiegend in der Landwirtschaft, bauen Gemüse, Bohnen und Mais vorwiegend für den Eigenverbrauch ihrer Familien an. Nur wenig bleibt zum Verkauf in Nachbarschaftsläden oder in der Kreisstadt. Ansonsten gibt es nur wenige Jobs im informellen Sektor. Die jungen Leute wandern deshalb ins Nachbarland Costa Rica ab.

Bei den Versammlungen zur Projektplanung hat die DESWOS-Partnerorganisation SofoNic festgestellt, dass die Bewohner sehr offen für neue Impulse sind und es eine große Bereitschaft gibt Neues zu lernen. Technisches Wissen wird dringend benötigt, vor allem in der Landwirtschaft und im Bausektor.
Es fehlt an der Ausbildung von Bauhandwerkern sowie an Beratung und Schulung für die Gemeinde und die Familien. Sie sollen ihren Lebensraum so gestalten können, dass er resistenter gegen Katastrophen und klimatische Einflüsse ist. Dringend müssen die hygienischen Bedingungen verbessert werden.

Die DESWOS plant umfangreiche Maßnahmen für das dreieinhalbjährige Hilfsprojekt:
Für 100 Familien ist eine nachhaltige Verbesserung ihrer Wohnsituation vorgesehen. Allen Baumaßnahmen geht eine intensive Untersuchung der bestehenden Bausubstanz voraus. Mit Hilfe von Fachleuten planen die Bewohner die Renovierung vorhandener Häuser sowie notwendige Neu- und Anbauten auf den einzelnen Grundstücken. Ältere grundsätzlich intakte Bausubstanz, darunter preiswerter und klimatisch günstiger Lehmbau, wird möglichst sicher saniert. Anbauten sowie neue Gebäude werden erdbebenresistent ausgelegt. Dazu schult SofoNic 40 Maurer und Hilfsmaurer. Die Häuser werden, wo nicht bereits in ausreichender Qualität vorhanden, mit Toiletten und Sickergruben ausgestattet.

Da Wasser knapp ist, müssen die Menschen dringend über ihren Wasserverbrauch sensibilisiert werden. Mit der Gemeinde wird ein Plan zur effizienten Wassernutzung ausgearbeitet. Die Versorgung muß sicherer und hygienischer erfolgen. Neben dem Bau von Reservoirs und der Brunnensanierung werden Krüge zur hygienischen Wasserlagerung hergestellt. Für häusliches Abwasser werden einfache Grauwasserfilter gebaut, um z.B. Malaria, Denguefieber oder Missbildungen durch den Zika-Virus zu verhindern.

Die DESWOS schult und stärkt die Bewohner, um existentielle Lebensbereiche in der Gemeinde San Marcos zu verbessern. Notwendige Themen sind die Instandhaltung, Katastrophenprävention, Ernährung, Gesundheit, Hygiene, Sanierung von Adobe-Bauten und die Abfallbeseitigung.

Die DESWOS benötigt insgesamt 278.000 Euro Spenden. Hier einige Kostenbeispiele:

  • ­Sanierung / Neubau auf 100 Grundstücken, pro Maßnahme 1.050 Euro*
  • ­dazu Toiletten und Sickergruben, pro Anlage im Schnitt 273 Euro*
  • ­Gebrauchter geländegängiger Kleinlaster 4.550 Euro*
  • ­Sanierung von 10 Brunnen, je 387 Euro*
  • Aufbau von 15 Wasserreservoirs für 30 Familien, je 832 Euro* 
  • Ausbildung von 40 Maurern und Hilfsmaurern (18 bzw. 3 Monate), durchschnittlich je 288 Euro*
  • Existentielle & umfangreiche Schulungen der Bevölkerung (über 3,5 Jahre)  13.000 Euro*

*Dies ist der Anteil der DESWOS von 25 Prozent; 75 Prozent werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ kofinanziert.

Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung für dieses umfangreiche Projekt. Bitte spenden Sie für einen sicheren Lebensraum der 100 Familien in San Marcos! Vielen Dank.



Spendenstichwort: WS477/ Gemeindeentwicklung San Marcos, Nicaragua


DESWOS e. V. | Sparkasse KölnBonn

Konto: 660 22 21 | BLZ: 370 501 98

IBAN: DE87 3705 0198 0006 6022 21 | SWIFT-BIC: COLSDE33



Quelle:
Veröffentlicht am: 12.01.2017