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Tansania | Mobiles Ausbildungszentrum im Werkstattbus, Dar-es-Salaam


Hier zeigt sich der Bedarf für die Ausbildung junger Menschen in den Stadtteilen von Dar-es-Salaam.
Foto: DESWOS

Nach der erfolgreichen Ausbildung der ersten Jahrgänge junger Mädchen im Ausbildungszentrum in Kibamba zur Friseurin, Schneiderin, Batikerin oder Bürofachkraft wird nun die Berufsbildung auf junge Frauen in Stadtrandgebieten von Dar-es-Salaam ausgeweitet. Dazu setzt der Schwesternorden DMI Daughters of Mary Immaculate ein mobiles Ausbildungszentrum ein - einen Werkstattbus, der verschiedene Stadtteile zu verabredeten Tagen anfährt.

Die DESWOS startet damit ein soziales Experiment: Nach den positiven Erfahrungen im Georg-Potschka-Training-Centre for Girls in Kibamba sollen weitere 120 junge Frauen ausgebildet werden. Ohne Schulabschluss finden sie meist sie keine Arbeit und werden in fragwürdigen Jobs ausgebeutet. Ihre Eltern sind Zuwanderer aus den Dörfern Tansanias und haben kaum Geld für die (Berufs) -bildung ihrer Töchter. Unerfahren mit den Gefahren der Großstadt, schicken sie ihre Töchter beispielsweise als Haushaltshilfen oder Serviererinnen zu fremden Familien oder in kleine Shops. Die Arbeitgeber nutzen die Unerfahrenheit der Mädchen. Sexuelle Gewalt, Vorenthalt von Arbeitslohn oder überlange Arbeitszeiten ohne Freizeit sind häufige Klagen. 

Konkret plant die DESWOS mit den DMI-Schwestern:

  • ­Kauf und Ausbau eines Busses mit 30 Arbeitsplätzen für
    eine Computerschule und für Friseurinnen für 33.000 Euro
  • Computerausrüstung für 5.100 Euro
  • Lehrmaterial, Whiteboards, Bücher für 2.150 Euro
  • Anschaffung von Computerprogrammen für 126 Euro
  • Gehalt für Ausbilder/Jahr für 560 Euro
  • Geräte / Material zur Ausbildung der Friseurinnen/Monat für 320 Euro

Der Werkstattbus ist als mobiles Ausbildungszentrum ideal, um gezielt und kostengünstig viele Mädchen und Eltern zu erreichen, die am Stadtrand von Dar-es-Salaam in Hütten leben und bisher keinen Zugang zu den Fördermöglichkeiten des DMI-Ordens hatten. Der Anbau eines Vorzelts soll zudem als Treffpunkt für verschiedene Frauengruppen dienen, die es in den Stadtteilen gibt und mit denen die DMI schon viele Jahre zusammenarbeitet.

„Das ist alles sehr befriedigend, den Fortschritt zu sehen“, freut sich Mama Ngole, gute Seele und Betreuerin im Georg-Potschka-Training-Centre, über die sehr positive Entwicklung der Mädchen im Ausbildungszentrum. „Viele können nach ihrer Ausbildung als Friseurin, Schneiderin oder am Computer arbeiten und Geld verdienen.“

Bitte spenden Sie, damit weitere junge Mädchen durch die mobile Ausbildung ein eigenständiges Leben führen können.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Spendenstichwort: WS480/ Mobiles Ausbildungszentrum , Tansania


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Quelle:
Veröffentlicht am: 04.08.2016