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Pakistan | Hausbau- und Landwirtschaftsförderung

für Christen im Umland von Faisalabad


Beratung der Bauern für ihre Ansiedlung und den Hausbau.
Foto: CLARA

Christen gehören in Pakistan oft zu einer unterdrückten Minderheit. Ihre Möglichkeiten, die soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern, sind sehr gering. Politisch dominant und administrativ herrschend ist die muslimische Mehrheit. Landbesitz ist für Christen schwer zu erlangen, wäre aber eine Voraussetzung für eine feste Ansiedlung und gleichzeitig ein wichtiger Baustein für ihre gesellschaftliche Emanzipation.

90 Kleinbauern und ihre Familien aus der Region Toba Tek Singh konnten dennoch einen großen Erfolg erzielen: Sie haben sich die Rechte für das Landstück "Chak 412" erworben. 16 Jahre lang bewirtschafteten sie Flächen von durchschnittlich 4,5 Hektar, die ihnen endlich über das Katasteramt zugewiesen worden sind. Trotzdem machen es ihnen Großgrundbesitzer und die Verwaltung immer wieder streitig. Sie wollen verhindern, dass sich die Christen ansiedeln oder sich gesellschaftlich etablieren. Die christlichen Familien jedoch möchten in menschenwürdigen Unterkünften leben, rechtlich abgesichert und mit der Aussicht auf ein bescheidenes wirtschaftliches Fortkommen und einen sozialen Aufstieg.

Die DESWOS und ihre pakistanische Partnerorganisation Concern-Iane Alliance for Rural Areas (CLARA) unterstützen diese Familien. Ziel ist die feste Ansiedlung der Menschen und der Bau von Häusern. Außerdem soll ihr wirtschaftliches Auskommen durch die Landwirtschaft verbessert werden.

Die DESWOS hat 45 Familien mit folgenden Maßnahmen unterstützt:

  • ­Bau von 45 einfachen Häusern, insgesamt etwa 24 m² Fläche mit Wohnraum, Küche, Toilette, Veranda und ummauerten Innenhof
  • ­Bewässerung der landwirtschaftlichen Fläche und Beratung zum verbesserten Ackerbau
  • ­Aufbau einer Ziegenzucht zur Milchversorgung und zum Verkauf von Fleisch

Vielen Dank für Ihre Unterstützung dabei!
Bitte fördern Sie auch weiterhin Projekte der DESWOS.


Quelle:
Veröffentlicht am: 01.08.2014