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Uganda | Ausbau des Zentrums für Mutterschutz in Kamuli

Mutterschutz ist aktiver Kinderschutz!

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Newly born in Uganda – ein zehn Minuten junges Leben. Unter der Obhut einer Hebamme in einer Geburtshilfestation. Auch im Kamuli District sollen Frauen ihre Kinder sicher zur Welt bringen können.
Foto: DESWOS

Wer als Europäer durch das ländliche Uganda reist, ist fasziniert von der Jugend des Landes: über die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder unter 14 Jahren. Scharen von Kindern sind auf den Schulhöfen oder auf dem Schulweg zu sehen. Ein völlig ungewohnter Anblick aus der Perspektive des schnell alternden Europas. 

Dennoch müssen wir in Uganda auch über Mütter- und Kindersterblichkeit reden. Die Müttersterblichkeit in Uganda ist um das 30-50fache höher als in Deutschland, die Schätzungen liegen zwischen 300 und 500 pro 100.000 Geburten, bei denen die Mütter sterben. Ebenso sterben 23 von 100.000 Kindern gleich bei der Geburt, bis zum ersten Lebensjahr sind es bereits 45. 

Die Gründe sind vielfältig, über die Hälfte aller Geburten findet ohne professionelle Hilfe statt, keine Hebamme oder kein Arzt ist zugegen. Es gibt kaum Vorsorgeuntersuchungen und bei einer schwierigen Geburt keine Entbindungsstationen. Dieser Mangel ist offensichtlich in den ländlichen Regionen wie Kamuli.

Mit dem Bau eines Zentrums für Mutterschutz in Kamuli setzten sich die DESWOS und ihre Partnerorganisation Foundation for Development Initiative in Uganda dafür ein, dass die Frauen im Kamuli District besser aufgeklärt und gesundheitlich betreut werden. Viel zu früh, oft schon mit 15 Jahren, werden die heranwachsenden Mädchen schwanger. Hier sind eine bessere Aufklärung und eine Stärkung der Frauenrolle dringend geboten.

Die Frauen sind sich der erheblichen gesundheitlichen Risiken nicht bewusst und bringen ihre Kinder meist zu Hause unter bedenklichen hygienischen Bedingungen zur Welt. Oft mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Frauen und mit dem hohen Risiko tödlicher Infektionen für Mütter und Kinder.

Unser Mutterschutzzentrum ist fertiggestellt und wurde jetzt mit weiteren Ausrüstungen komplettiert. Seit 2013 gibt es eine Überlandleitung zum Ort und das Mutterschutzzentrum kann mit Strom versorgt werden. Jetzt lohnen sich Wasserpumpen, gute Beleuchtung und ein Brutkasten. Weiterhin ist der Boden hygienisch gefliest. Zur Sicherheit des Geländes wurde es eingezäunt und mit einem Tor vorsehen.

Die DESWOS konnte folgene Maßnahmen durchführen:

  • Geburtshilfeset
  • Entbindungsbett
  • Brutkasten
  • Rohrleitungen für die Wasserversorgung
  • Küche und Waschraum

Die Initiatorin des Projektes Caroline Babirye, inzwischen Hebamme in ihrer eigenen kleinen Entbindungsstation in Kampala, freut sich über den Erfolg ihrer Initiative und die Zusammenarbeit mit der DESWOS. „Die  Senkung der Mütter- und Säuglingssterblichkeit bleibt unser Ziel. Sie ist noch viel zu hoch in Uganda. Wir verringern mit dem Projekt aber auch die Zahl der Waisenkinder, denn jede Mutter, die stirbt, hinterlässt Waisenkinder, um die sich andere kümmern müssen. Ein Kinderschicksal, das vermeidbar ist. Mutterschutz ist deshalb aktiver Kinderschutz!“

Freuen Sie sich mit uns: Der erste Schrei gerade geborener Säuglinge ist inzwischen ein vertrauter Klang in der Nachbarschaft. Wöchentlich gibt es etwa 10 bis 15 Geburten, Sexualaufklärung, Familienplanung und eine umfassende gesundheitliche Beratung.

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag dafür!

Wir benötigen Ihre Spende für:

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Wasserversorgung einer Grundschule und eines... Uganda
Bau von Trockentrenntoiletten im Mulanje Distrikt... Malawi
Kindgerechte Betreuung in Mfuleni Südafrika
Mobiles Ausbildungszentrum im Werkstattbus,... Tansania
Mädchenwohnheim Sekundarschule Mulanga Sambia
Wohnungsbau mit Handwerkerfamilien in Arusha Tansania

Hier haben unsere Spender geholfen:

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Bau eines Wohnheims für Schülerinnen in Ruanda Ruanda
Bau einer Grundschule in Mulanga Sambia
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Einrichtung von Kindertagesstätten Mfuleni Südafrika
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